Zu alt, um sich um die Zukunft zu sorgen

Wenn die Alten, die an ihre bisherigen Wohnorte in der Umgebung von Fukushima zurückkehren und sich so ausdrücken, ist das vielleicht verständlich (siehe: Im Niemandsland: „Seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima ist das Gebiet um das havarierte Atomkraftwerk weiträumig evakuiert….“; https://www.jungewelt.de/artikel/344870.umweltkatastrophe-im-niemandsland.html). Der Krebs schreckt sie in ihrem Alter nicht mehr. Doch was veranlasst 30-, 40-, 50- oder sechzigjährige so zu leben, als gäbe es keinen morgigen Tag – oder keine Kinder und Enkel, denen auch noch etwas übrig gelassen werden muss: Rohstoffe, sauberes (Grund-)Wasser, landwirtschaftlich nutzbare Flächen, …? Das Ergebnis der Klimakonferenz in Katowice wird vom Mainstream gefeiert: Mit dem vereinbarten Regelwerk können die klimaschädlichen Emissionen der einzelnen Staaten erfasst und miteinander verglichen werden. Reduziert werden sie dadurch keineswegs. Nüchtern betrachtet, bleibt COP 24 hinter den Erfordernissen zurück. In Anbetracht des Anwachsens partikularer und nationalistischer Tendenzen weltweit war zwar realistischerweise nicht mehr zu erwarten, auch nicht, dass sich nach dem jüngsten IPCC-Bericht politisches Verantwortungsbewusstsein gegenüber kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen durchsetzen könnte, aber die „Hoffnung stirbt zuletzt“ – in den Fluten steigender Meere.

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