Grundsatzpositionen

Das Tempo der Naturzerstörung und des Raubbaus an natürlichen Ressourcen nimmt weltweit nach wie vor beängstigend zu. Der Klimawandel, der fortwährende Artenschwund, die leer gefischten Meere und der dramatische Verlust von Tropenwäldern sind Zeichen dafür. Schon jetzt werden den Menschen in den Entwicklungsländern Lebensqualität und Zukunftsperspektiven geraubt. Auch auf nationaler Ebene reichen die bisher erreichten Ergebnisse zur Entlastung der Umwelt bei weitem nicht aus. Das betrifft insbesondere die Energiewirtschaft und den Verkehr.

Das Streben nach sozialer Gerechtigkeit und ein radikaler ökologischer Umbau unserer Lebens- und Wirtschaftsweisen sind zwei Seiten einer Medaille. Die konkrete Ausgestaltung von Umweltpolitik darf nicht zur weiteren sozialen Spaltung der Gesellschaft führen. Bezahlbare Energie und Mobilität müssen auch für einkommensschwache Bevölkerungsschichten gewährleistet sein. Der ökologische Umbau bedarf daher eines starken sozialen Sicherungssystems. Zukunftsfähig sind Investitionen in erneuerbare Energien, in gesteigerte Energie- und Materialeffizienz und in Renaturierung von Flussläufen. Solche Investitionen schaffen auch nachhaltige Arbeitsplätze.

Es ist ein Anliegen der LINKEN, den natürlichen Reichtum und die Vielfalt der Natur unseres Planeten auch für nachfolgende Generationen als Grundlage und Bedingung des gesellschaftlichen Lebens zu erhalten.

DIE LINKE fordert, den Ausstoß an Klimagasen gegenüber dem Niveau von 1990 in der EU um 40 Prozent und in Deutschland um 50 Prozent bis zum Jahr 2020 zu vermindern. Die Vergabe der CO2-Zertifikate aus dem Emissionshandel darf nicht mehr kostenlos erfolgen. Strom- und Gasnetze müssen in die öffentliche Hand überführt werden. (weiterlesen…)

Kopenhagen gescheitert: Zynismus statt Menschlichkeit

„Statt eines neuen, rechtlich verbindlichen Klimaschutzabkommens halten wir nun wieder gar nichts in den Händen. Der Kopenhagener Gipfel ist damit gescheitert, viel heiße Luft statt konkreter Verpflichtungen.“ so die umweltpolitische Sprecherin Eva Bulling-Schröter, Vorsitzende des Umweltausschusses des Bundestags. Sie erklärt weiter:

„Es hilft kein Schönreden mehr, mit diesem Ergebnis rasen wir ins Klimachaos.
Die EU und Deutschland haben bis zur letzten Minute lieber gepokert, als durch eine Vorreiterrolle die anderen Länder mitzureißen. Warum hat sich die EU nicht frühzeitig zum längst beschlossenen minus 30%-Ziel bekannt? Das ist keine Verhandlungsstrategie, sondern nur noch zynisch. Angesichts von Millionen Menschen, deren Überleben schon heute durch den Klimawandel bedroht ist, hätte ich einfach mehr Menschlichkeit erwartet.”