Atomkraft abschalten. Unverzüglich. Unumkehrbar.

Der Sprecherrat der Ökologischen Plattform Thüringen verfolgt mit Entsetzen die atomare Katastrophe in Fukushima.

Wir fühlen mit den Opfern. Was als furchtbare Naturkatastrophe begann weitet sich nun in der High-Tech Industrienation Japan zu einem atomaren SuperGAU aus.
Die Menschen in der Region um Fukushima sind der atomaren Verstrahlung schutzlos ausgeliefert. Häuser und Infrastruktur sind zerstört. Die Strahlung übersteigt am 15.03.2011 schon die zulässige Jahresdosis um das 400-Fache. Der Großraum Tokio mit seinen 33 Millionen Einwohnern ist akut bedroht, die Werte erreichen schon das 22-Fache der üblichen Strahlung. Der atomare Fallout bedroht den gesamten pazifischen Raum.
Soldaten und Katastrophenschutz kämpften und kämpfen an den 4 Reaktoren in Fukushima um die Kernschmelzen zu verhindern, bzw. deren Folge einzudämmen. Dieser Einsatz wird für viele das Todesurteil bedeuten.
In unser Mitgefühl mischen sich Trauer und Wut.
Harrisburg in 1979, Tschernobyl in 1986, Fukushima heute.
Der Respekt vor den Opfern gebietet: jetzt endlich muss es einen sofortigen Ausstieg aus der zivilen und militärischen Nutzung der Atomkraft geben.
Das von Bundekanzlerin angekündigte dreimonatige Moratorium der Aussetzung der Laufzeitenverlängerung und die Abschaltung der sieben ältesten Atomkraftwerke und des AKW Krümmel, sind nicht genug. Zu groß ist die Gefahr, dass nach Landtagswahlen die Bundesregierung doch wieder zu ihrer Agenda pro Atomkraft übergeht. Nun muss es Aufklärung und Druck geben, damit die Abschaltung für immer ist, und eine geordnete Stilllegung und der Abbau der Atomanlagen unverzüglich und unumkehrbar umgesetzt werden.
Im ganzen Land gibt es Aktionen und Mahnwachen gegen die Atomkraft. Das begrüßen und unterstützen wir aktiv.

+++

KURZINFORMATIONEN ZU DEN GEPLANTEN AKTIVITÄTEN DER ANTI-AKW-BEWEGUNG IN DEN NÄCHSTEN WOCHEN

Atomkraftwerke unverzüglich abschalten!

Großdemos in Berlin, Hamburg, Köln und einer süddeutschen Großstadt am 26. März

Demos direkt vor den 13 AKW Standorten und Atommülllager am 25. April (Ostermontag), dem 25. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl

geplant sind zudem regelmäßige Mahnwachen, AKW-Standort-Blockaden u.a.m.

Jetzt ist es jetzt wichtiger denn je, den  Protest gegen die Atomkraft, gegen den Betrieb der Atommeiler, der Zwischen- und Endlanger entschieden voranzutreiben. Deswegen haben Anti-Atom-Initiativen, Umweltorganisationen und andere politische Gruppen gleich zu Beginn der Woche beschlossen, am Samstag, den 26. März in vier Städten zu bundesweiten Demonstrationen für die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke aufzurufen. Demonstriert werden soll in Köln, Hamburg, Berlin und in einer der süddeutschen Großstädte (das wird gerade geklärt, laufend aktuelle Infos gibt es unter: www.ausgestrahlt.de).

Am 25. April dann (Ostermontag), dem 25. Jahrestag von Tschernobyl ruft das breite Bündnis aus Anti-Atom-Initiativen, Friedensgruppen, bundesweiten Umweltorganisationen und Parteien dazu auf, direkt vor die 13 AKW-  und Tore der Atommülllager-Standorte zu ziehen und gegen die Produktion von Atommüll, gegen Atomtransporte und für die sofortige Stilllegung von Atomreaktoren und die Abschaffung aller Atomwaffen zu protestieren. Absprachen mit Vertreterinnen und Vertretern der lokalen Ostermarschbewegungen sind an vielen Standorten erfolgt, so dass zum Teil gemeinsam, zum Teil parallel aber in Bezug aufeinander am Osterwochenende demonstriert wird (s.u. www.friedenskooperative.de; www.tschernobyl25.de).  Lokale Initiativen und bundesweite Organisationen, Verbände und Zusammenschlüsse tragen den Konflikt in die Regionen und von da aus wieder auf die bundesweite Bühne.

Noch stehen zwar die Details der jeweiligen Demonstrationen nicht alle fest. Klar ist jedoch: Es wird Protestaktionen und Demonstrationen in Nord und Süd, Ost und West geben. Die Vorbereitungen der (regionalen) Bündnisse laufen auf Hochtouren und sie suchen allerorts nach Mitstreiter/innen.

Wir werden sobald wie möglich über die Vorbereitungen, den Zeitpunkt und Ablauf der Demonstrationen informieren. Im Anhang findet ihr schon mal eine erste Übersicht über die derzeitig geplanten Aktivitäten an den Standorten für den 25.4.; dort finden sich auch Links zu den jeweiligen lokalen Bündnissen. Setzt euch mit diesen in Verbindung, denn diese wissen auch, wie die Planungen vor Ort am 25.3. aussehen. Und seht regelmäßig auf den bundesweiten Webseiten www.ausgestrahlt.de und www.campact.de nach, diese versuchen immer aktuell alle Infos zu den Aktivitäten der Anti-AKW Bewegungen zu veröffentlichen. Im Anhang findet ihr auch den Aufruftext für den 25.4.

Bringt Euch also alle in die regionalen Bündnisse ein, knüpft Kontakte! Die Mobilisierung für alle Aktivitäten läuft dezentral und braucht Unterstützung: regional und lokal, durch Landes- und Kreisverbände, LINKEN Ortsgruppen, Mandatsträger/innen, Wahlkreisbüros. Treiben wir den Protest gegen die herrschende Atomwaffen- und Energiepolitik in breiten gesellschaftlichen Bündnissen von Umwelt- und Friedensinitiativen, von Parteien, Gewerkschaften  und Bewegungen, von bundesweiten NGOs und Standortinitiativen vor Ort voran!

+++

Informationen zu den Protesten der Anti-Atom-Bewegung am25. April anlässlich
des 25. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl

Der Aktionstag 25 Jahre Tschernobyl gewinnt angesichts dieser schrecklichen Ereignisse in Japan eine besondere Bedeutung: wir rufen alle Menschen auf sich an den Aktionen zu beteiligen und endlich, endlich die Regierungen in Deutschland, Europa und der Welt dazu zu bringen aus der Atomkraft auszusteigen.

Auf der Webseite des Bündnisses – www.tschernobyl25.de – findet Ihr Detailinfos zu den Aktivitäten an den
einzelnen Standorten sowie zum Material des Bündnisses, den Unterstützer/innen usw. Informationen über
die regionalen Bündnisse und Aktivitäten gibt es auch bei der Friedenskooperative
(http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/25tscher.htm), dort finden sich auch alle Ostermarschtermine
(http://www.friedenskooperative.de/om2011.htm)
Die Informationen hier geben einen ersten Überblick und sind nach Bundesländern geordnet.

Nordrhein-Westfalen & Niedersachsen

Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (inklusive des Wendlandes) sollen Aktivitäten am AKW Grohnde (bei Hameln) sein. Unter dem Motto: „25 Jahre Tschernobyl mahnt! Atomkraftwerke endlich abschalten!”soll eine Umzingelung, Kundgebung und andere Aktivitäten laufen. Weitere Infos zur Aktion, Bündnisund zu den Vorbereitungstreffen gibt es bei tschernobyl25-grohnde@gmx.de oder unter http://www.antiatom.
org
. Aber auch an anderen Standorten in Niedersachsen und NRW wird es Aktionen, Fahrradtrecks und Märsche
geben: Unter dem Motto „Eine Region macht sich auf den Weg” wird rund um die Atommüllstandorte ASSE
II, Morsleben und Schacht KONRAD aufgerufen, am 25.4. in allen Dörfern und Städten die Ablehnung der
Atomenergie und der Atommüllproduktion deutlich zu zeigen und sich gemeinsam zu einer Abschlusskundgebung
am Schacht KONRAD auf den Weg zu machen (http://www.ag-schacht-konrad.de). In NRW wird es
weitere Aktionen, Fahrradtrecks und Märsche geben: am AKW Gronau (http://www.aku-gronau.de), Zwischenlager
Ahaus (http://www.paxchristi.de); am Atomwaffenstandort Büchel (Abfahrt von Köln/Bonn;
Infos bei dr.elke.koller@t-online.de) und anderes mehr. Bitte guckt dafür auf den oben genannten Webseiten
nach aktuellen Informationen.

Hessen

Schwerpunkt in Hessen wird das AKWBiblis sein: Ein Sternmarsch aus verschiedenen Ortschaften mit einer
abschließenden Aktions-Kundgebung unter dem Bündnis Motto: „25 Jahre Tschernobyl – Wir haben nichts
vergessen!” ist geplant (http://akwende.blogsport.de/). Aber auch in Philippsburg sind Aktionen geplant,
weitere Infos in Kürze unter www.tschernobyl25.de.

Schleswig-Holstein & Hamburg & Bremen

In Schleswig-Holstein und Hamburg wird es „Störfallszenarios“ am AKWBrunsbüttel (ggf. auch Krümmel &
Brokdorf) geben. Der Vorbereitungskreis Unterelbe lädt zu regelmäßigen Treffen ein. Informationen findet
Ihr unter: http://www.brunsbuettel.tschernobyl25.de und www.kruemmel.tschernobyl25.de.
Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg
In Mecklenburg Vorpommern wird es erneut Aktionen rund um das Zwischenlager Lubmin geben – die Aktion wird
mit einem Treck (Fahrrad & Traktor) am Karfreitag von Schwerin aus nach Lubmin starten. Am Ostermontag wird dann
die Anti-AKW Bewegung aus Berlin, Mecklenburg Vorpommern, Brandenburg v(und evtl. drüber hinaus) vom Zwischenlager
nach Lubmin demonstrieren. Den Abschluss bildet eine Party an der Ostsee unter dem Motto: „Atomkraft
wegbassen“. Das Anti-Atom Bündnis Nordost lädt regelmäßig zu Treffen ein (antiatom@systemausfall.deorg),
auch in Berlin hat sich ein regelmäßig arbeitender Vorbereitungskreis gebildet (Kontakt über die Naturfreunde).
Infos insgesamt zu den Planungen in Lubmin gibt es unter: http://lubmin-nixda.de/de.

Bayern & Baden-Württemberg

Etwas unklar sind noch die Pläne in Bayern und Baden-Württemberg, da die Anti-AKW Bewegungen für das vergangene
Wochenende zur Menschenkette ( Neckarwestheim-Stuttgart) schon breit mobilisiert hat; und es in Bayern Pläne
für Großdemonstrationen Anfang Juni vor dem AKW Isar-1 gibt. Dennoch wird es auch im Süden der Republik, in
Grafenheinfeld, in Grundremmingen und wieder in Neckarwestheim Aktionen, Demos, Märsche und anderes geben.
Informiert Euch auf der allgemeinen Webseite über aktuelle Pläne.
____________________________

Bundesweiter Aufruf zum Tschernobyl25- Aktionstag

(www.tschernobyl25.de/index.php?option=com_content&view=article&id=59&Itemid=1)
25 Jahre Tschernobyl – Atomkraftwerke endlich abschalten!
Am 26. April ist sie 25 Jahre her: die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Sie erinnert daran, dass auch bei
uns ein tödlicher Super-GAU jederzeit möglich ist, denn die Atomkraft ist unbeherrschbar. Das Unfallrisiko
steigt mit dem Alter der Reaktoren, keiner ist gegen Flugzeugabstürze geschützt. Trotzdem hat die Bundesregierung
die Laufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland verlängert. Jetzt tragen wir die Auseinandersetzung
um die Abschaltung der Atomkraftwerke an die AKW-Standorte – und fordern die Stilllegung aller
Atomanlagen. Die Bundesländer müssen ihre Verantwortung endlich wahrnehmen und die Atomkraftwerke
abschalten. Weltweit gibt es keine Lösung für den Millionen Jahre strahlenden Atommüll. Die Atommülllager
Asse II und Morsleben haben gezeigt, dass Atommüll nicht einmal für Jahrzehnte sicher gelagert werden
kann. Die Atomtechnologie ist unverantwortlich und die Grundlage für die Entwicklung von Atomwaffen.
Wir fordern:
Reaktoren sofort stilllegen, Atommüll-Produktion und -Transporte stoppen, Atomwaffen abschaffen!

Castor Alarm

castorstreckenaktionstag

Noch in diesem Jahr wird ein Castor-Transport nach Lubmin auch durch Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar und andere Orte in der Region rollen. Die Ökologische Plattform lehnt Atomkraft und die damit verbundenen gefährlichen Transporte ab!

Als Teil des Erfurter Anti-Atom-Bündnisses rufen wir auf, den Unmut gegen Atomkraft und Atommüll zu demonstrieren!

Zum bundesweiten Castor-Strecken-Aktionstag nach Erfurt:

23.10.2010 – 15 Uhr
vor dem Hauptbahnhof in Erfurt

Atomkraft: Schluss jetzt!

Atomkraftwerke zwangsabschalten!

Es ist soweit: Die Bundesregierung hat den Kniefall vor der Atomindustrie vollzogen. Mit dem Entschluss, die Laufzeiten für Atomkraftwerke bis zu 14 Jahre zu verlängern, macht sie sich zum Handlanger des atomaren Großkapitals und zum Gegner der Erneuerbaren Energien. Die Bundesregierung unterwirft sich dem Diktat der Atomwirtschaft und pfeift auf demokratische Prinzipien.
>> mehr »

Katastrophen können vermieden werden!

Erklärung der Teilnehmer des Bundestreffens der Ökologischen Plattform bei der Partei DIE LINKE

Wieder haben wir es mit einem der für Natur und Mensch gefährlichsten, verbrecherischen Auswüchse kapitalistischer Profitgier zu tun.

Das Öldrama im Golf von Mexiko wäre bei mehr Verantwortung und Achtung vor dem höchsten Gemeingut der Menschheit, der Natur, seitens der US-Administration und des britischen Ölkonzerns British Petrol zu vermeiden gewesen. >> mehr »

Zum Entwurf eines Parteiprogramms

Erklärung des Bundestreffens der Ökologischen Plattform
bei der LINKEN zum vorliegenden Entwurf
eines Parteiprogramms

Die Teilnehmer des Bundestreffens vertreten die Auffassung, dass ein Parteiprogramm einer sozialistischen Partei im 21. Jahrhundert den Anforderungen dieser Zeit zum Schutz der natürlichen Lebensbedingungen Priorität einräumen muss. Das Programm muss also die Richtung zu gesellschaftlichen Umbrüchen hin zu einer neuen Produktions- und Lebensweise aufzeigen, die ökologisch und sozial zukunftsfähig ist. Zukunftsfähig können nicht Denkrichtungen sein, die wie auch immer in Gleisen und Gegebenheiten der kapitalistischen Profit- und Wettbewerbsinteressen verhaftet sind. Es muss daher klar werden, dass ein menschenwürdiges Weiterleben für alle Bewohner dieser Erde möglich ist, dies aber nur dann, wenn ein rigoroser Kurs zur Erhaltung der natürlichen Umwelt und Verringerung des Ressourcenverbrauchs in den Industrieländern eingeschlagen wird. Dafür sind die Möglichkeiten einer neuen und besseren Lebensqualität jenseits von steigendem bzw. hohem materiellem Verbrauch sichtbar zu machen. >> mehr »